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Gedünstete Yamswurzel

    In jeden gut sortierten Asia bzw. China-Laden erhält man die Yamswurzel. Entweder gewaschen und verpackt Im Kühlregal (wie am Foto) oder ungewaschen beim Gemüse, dann sieht sie aber dunkler aus aufgrund der Erde.

    Zuhause lieben wir die Yams Wurzel. Sie hat einen sehr angenehmen milden Geschmack und man ihre nährende und beruhigende Wirkung spürt. Ich mache sie daher auch gerne zum Abendessen, da sie uns da beim natürlichen Tagesrythmus am Abend unterstützt. Hier das Rezept!

    Zutaten für 4 Personen:

    2 Yamswurzel, wie am Foto unten und 1 Jungzwiebel. Fleisch oder Tofu, je nach Geschmack. Ich habe oft schon klein geschnittenes und fertig gebratenes Hühnerfleisch im Kühlschrank. Falls du das nicht hast, beginnst du beim Braten mit dem Fleisch und gibst es nachdem es fertig aus, aus dem Wok und stellst es inzwischen du die Yamswurzel bratest zur Seite.

    Die Yamswurzel waschen und mit einem Sparschäler schälen. Achtung, die Yamswurzel ist ohne Schale ziemlich glitschig und sie flupst einem dann leicht aus der Hand, aufpassen, dass du dich nicht schneidest und achte darauf, dass sie freie Fahrt hat.

    Ich schneide sie dann in dünne Scheiben und gebe diese in eine Schüssel mit kalten Wasser. Das reduziert den Schleim, man muss das aber nicht machen. Weiters den Jungzwiebel putzen und schneiden.

    Ich nutze einen beschichten Wok, den ich zuerst ohne Öl heiss mache. Dann Rapsöl oder Kokosöl verwenden. Ein bisschen warten, bis das Öl heiss ist. Dann den Jungzwiebel hinein, kurz pfannenrühren und dann die Yamswurzel hinein. Kurz durchrühren im heissen Fett und dann mit ein wenig Wasser aufgiessen, sodass die Yamswurzel dünstet. Deckel drauf, aber ich lasse den Kochlöffel zwischen Pfanne und Deckel.

    Immer wieder Deckel runter und pfannenrühren, bei Bedarf ein bisschen Wasser dazu, aber das erste sollte reichen. Es dauert vielleicht 5 bis 8 Minuten bis die Yamswurzel durch ist. Dann das gebratene Fleisch oder den gebratenen Tofu dazu, salzen und fertig!

    Gerne mit Reis servieren und Guten Appetit!

    Es folgt eine genauere Beschreibung über die Wirkung und Energetik der Yamswurzel.

    Wirkung und Energetik nach der tcm

    Yamswurzel

    Die Yamswurzel (Shan Yao in der Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM) ist mehr als nur ein Lebensmittel – sie wird seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin geschätzt, besonders für Frauen. Sie unterstützt eine gesunde Verdauung, hilft bei hormonellen Schwankungen (z. B. in der Menopause) und kann das Abnehmen erleichtern, vor allem wenn Wasseransammlungen oder Völlegefühl ein Thema sind.

    In der TCM stärkt sie vor allem die sogenannte „Mitte“ – das bedeutet: Magen, Milz und die Fähigkeit, Nahrung gut zu verwerten und daraus Energie zu gewinnen. Wer oft müde ist, unter Blähungen leidet oder mit ständigem Grübeln zu kämpfen hat, profitiert besonders. Auch Niere und Blase, die für hormonelle Balance und innere Kraft stehen, werden gestärkt.

    Yams wirkt dabei sanft, nährend und neutral – ohne den Körper zu belasten oder zu überhitzen. Ideal für Frauen, die sich natürlich unterstützen wollen.

    Element

    Primär zum Erde-Element (Milz, Magen) und sekundär zum Wasser-Element (Niere), da sie sowohl die Mitte stärkt als auch das Niere-Yin nährt.

    Art

    Als Wurzelgemüse zählt sie zu den stärkenden, nährenden Lebensmitteln in der TCM.

    Wirkung

    • Erde: Stärkt Milz-Qi, nährt Magen, fördert Verdauung, baut Qi und Blut auf, lindert Feuchtigkeit (z. B. bei Durchfall oder Schwäche).
    • Wasser: Nährt Niere-Yin, stärkt die Essenz (Jing), unterstützt Lunge bei Trockenheit (z. B. trockener Husten).

    Qi-Transformation

    • Erde: Harmonisierend, zentrierend, stärkt die Mitte.
    • Wasser: Absenkend, nährend, unterstützt die Speicherung von Energie.

    Ying/Yang

    • Erde: Neutral/Yin, da sie nährend, aber nicht stark kühlend oder wärmend ist.
    • Wasser: Yin, da sie die befeuchtende und nährende Funktion betont.

    Temperatur

    Neutral (weder stark kühlend noch wärmend), daher für die meisten Konstitutionen geeignet. Durch Kochen oder Dünsten bleibt die neutrale Thermik erhalten, während Frittieren sie leicht wärmer macht.

    Kulinarische Verwendung: In der Küche sind Yamswurzeln vielseitig einsetzbar. In Afrika (z. B. Nigeria) werden sie zu Fufu oder Pounded Yam verarbeitet, einer stärkehaltigen Beilage, die mit Suppen serviert wird. In Asien, insbesondere in China und Japan, findet man Yamswurzeln in Suppen, Eintöpfen, Congees oder als gedünstete Beilage. In der TCM wird Shan Yao oft getrocknet und pulverisiert verwendet, z. B. in Heilbreien, um die tonisierende Wirkung zu verstärken. Sie können auch frittiert, gegrillt oder püriert werden, um Süßspeisen oder herzhafte Gerichte zuzubereiten. Ihr neutraler bis süßlicher Geschmack macht sie ideal für sowohl süße als auch pikante Rezepte.

    Lagerung und Zubereitung: Yamswurzeln sollten an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, da sie empfindlich für Feuchtigkeit sind. Vor der Zubereitung wird die harte Schale entfernt, und die Knolle wird gründlich gewaschen. Durch Kochen oder Dünsten wird die Textur weich und cremig, während Frittieren eine knusprige Konsistenz ergibt. In der TCM wird empfohlen, Yamswurzeln schonend zu garen, um ihre nährende und harmonisierende Wirkung zu bewahren.

    Wichtig: Die meisten Yamswurzel-Arten (außer Dioscorea polystachya und Dioscorea japonica) sind roh toxisch aufgrund von Alkaloiden und Amygdalin, das im Darm zu Blausäure umgewandelt werden kann. Daher müssen sie vor dem Verzehr gekocht, gebacken, frittiert oder gedünstet werden, um die Toxine abzubauen und die Nährstoffe bioverfügbar zu machen.

    Inhaltsstoffe aus westlicher Sicht: Sie haben einen hohen Stärkegehalt (20–30 %), sind reich an Ballaststoffen, Kalium (ca. 400 mg/100 g), Provitamin A, Kalzium, Magnesium, Zink, Mangan, Kupfer, Eisen und Vitaminen (insbesondere Vitamin C und B-Vitamine wie B1, B2, B3, B5, B6, B9). Geschmacklich sind sie süßlich bis leicht bitter, ähnlich Esskastanien oder Süßkartoffeln.

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